OmnAIScope: ein USB-Oszilloskop für die Kfz-Werkstatt
Ein Kanal, 500 kSa/s, wasserdichtes Alugehäuse, und beliebig viele Geräte synchron über USB-Frames. Entstanden im Forschungsprojekt autowerkstatt4null.
Werkstattelektronik wird fallen gelassen, getreten und nass. Das OmnAIScope ist deshalb bewusst schlicht: ein RP2040, ein Kanal mit 500 kSa/s, BNC auf der einen und USB-C auf der anderen Seite, eloxiertes Aluminium, nach der Montage mit Epoxid vergossen. Keine Tasten, kein Display. Alles, was kaputtgehen kann, sitzt in Firmware oder auf dem Rechner.
Der Trick steckt in der Synchronisation. USB sendet jede Millisekunde ein Start-of-Frame-Paket. Jedes Scope speichert diesen Zeitstempel neben seinen ADC-Werten, und ein Server auf dem PC richtet beliebig viele Geräte auf einer gemeinsamen Zeitachse aus, auf eine halbe USB-Frame genau. Kein Triggerkabel, keine Taktverteilung. Der Server stellt die Daten über REST und WebSocket bereit, das Frontend spricht nie direkt mit der Hardware.
Das Gerät entstand im dreijährigen, bundesgeförderten Projekt autowerkstatt4null, alle Platinen in KiCad. Es ist als Beta-Hardware bei Auto-Intern erhältlich, das Verfahren ist zum Patent angemeldet.
Von der Idee über PCB und Firmware bis zum verkaufsfähigen Gerät: Das ist der Weg, den wir anbieten. Messbeispiele und Roadmap im Blog.