Vier Tage Prüfkammer: CE, FCC und CCC für ein Reflow-Ofen-Monitoring
Nach zweieinhalb Jahren Entwicklung haben wir das horus-Monitoring in Dongguan gegen drei Regelwerke getestet. Bestanden, mit einer Lehre über eloxiertes Aluminium.
Im März 2026 stand das Monitoring-System für Reflow-Öfen von globalPoint, heute Teil von Kurtz Ersa, vor seinem letzten Meilenstein: der EMV-Zertifizierung. Vier Tage im Labor NTC in Dongguan, drei Regelwerke auf einmal: CE für Europa, FCC für die USA, CCC für China.
Das System: ein zentrales Linux-Rechenmodul mit WAN-Uplink und sieben PoE-Ports, daran ein Temperaturmessmodul mit bis zu 36 Messstellen direkt im Ofen und ein Digital-I/O-Modul für IO-Link-Sensoren. nabla B war für die Systemarchitektur verantwortlich, Odin Holmes für Firmware und Layout, Tabea Bökelmann für das Frontend.
Das Prüfprogramm: Burst, Surge, Spannungsunterbrechung, gestrahlte und leitungsgeführte Emission und Immunität, Magnetfeld, ESD. Vorab hatten wir in Deutschland vorgeprüft, alle Gehäuse sind Aluminium, die Kabel M12 Cat5e SF/UTP. Bestanden haben wir trotzdem nur, weil wir vor Ort nachbessern konnten: Die Eloxalschicht hätte beinahe den Schirmpfad an den M12-Steckern unterbrochen.
Zertifizierungsvorbereitung und Begleitung im Labor in Deutschland, China und den USA gehören zu unseren Leistungen. Den vollständigen Prüfbericht in Erzählform gibt es im Blog.